Dance 2019  »A Quiet Evening of Dance« – William Forsythe Bill Cooper

Dance 2019
»A Quiet Evening of Dance« – William Forsythe


| Carl-Orff-Saal/Carl Orff Hall

€ 30,–; erm. € 15,–

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Theatre & Dance – Dance
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»Quiet« heißt still und leise, ruhig, aber auch dezent. Der Blick geht auf das Wesentliche: Auf die Arme. Auf das Öffnen und Rotieren der Gelenke. Auf Balancen und Gegenbewegungen. Die Spanne reicht von radikaler Reduktion bis zum barocken Kontrapunkt. William Forsythe führt in seiner neuesten Choreografie die Untersuchung des klassischen Tanzes weiter, die er seit Beginn seiner Karriere verfolgt. Der erste Akt bringt eine Neubegegnung mit »Catalogue« (Second Edition). In »Epilogue« konfrontiert Rauf »RubberLegz« Yasit die Essenz des Balletts mit virtuosem B-Boying. »Dialogue« (DUO2015), ebenfalls eine Neubegegnung, beschließt den ersten Teil dieses Abends. Der zweite Akt mit dem neuen Stück »Seventeen / Twenty One«, zu Musik von Rameau, führt zurück zu den Anfängen des klassischen Tanzes.

In den vergangenen Jahren war es nicht schwer, Forsythes frühe Werke an großen Häusern weltweit zu sehen. Nach 45 Jahren in Europa, nach dem Ende des Balletts Frankfurt und dem Rückzug aus »The Forsythe Company« 2015, kehrte William Forsythe in sein Heimatland, die USA, zurück. Aber er choreografiert glücklicherweise nach wie vor in Europa. Zum 20. Geburtstag des »Sadler’s Wells London« schuf er im Oktober 2018 »A Quiet Evening of Dance«. Subtil sind hier ältere, überarbeitete Werke und ganz Neues kombiniert.

Zu den Stücken im ersten Teil gehört »Dialogue« (DUO2015), das 1996 als Duett für zwei Tänzerinnen des Balletts Frankfurt entstand, 2015 für das Abschiedsprogramm der Ballerina Sylvie Guillem modifiziert wurde und von zwei Männern, Brigel Gjoka und Riley Watts getanzt wird. Dieses Duett bildete den Ausgangspunkt für »A Quiet Evening of Dance«: »All the movements are based on the classical vocabulary, although it offers an alternative structuring of academic material«, sagt Forsythe über das Stück. Überhaupt ist dies ein Abend, den der »ballet native speaker« Forsythe dem klassischen Tanz widmet. »Catalogue« (Second Edition), in Stille getanzt von Jill Johnson und Christopher Roman, führt vor, wie Ballett funktioniert, wenn man das Wissen darüber immer wieder befragt und neu untersucht. 2016 entwickelte Forsythe die »first edition« mit Jill Johnson und Christopher Roman, deren Wissen und Vertrautheit mit dem Choreografen ergänzt wurde um das Wissen und Vertrauen von Brit Rodemund, die bis dahin noch nie mit Forsythe gearbeitet hatte.

Ein neues Stück »Seventeen / Twenty One« entstand im vergangenen Jahr in Forsythes Studio in Vermont und in London. Angeregt von der Ballettgeschichte »Apollo’s Angels« von Jennifer Homan, vertiefte sich der Choreograf in die Anfänge des klassischen Tanzes, am Hof Ludwig XIV. und in der »Académie de la danse«, in der Pierre Beauchamp das Ballett in ein System fügte und Regeln festlegte, nach denen zu tanzen war. Die strikte Hierarchie, in die das Ballett eingelassen ist, wird bei Forsythe zur egalitären, radikal zeitgenössischen Kunst. In seiner Interpretation dieser Regeln trifft Barock auf HipHop. Mit Rauf »RubberLegz« Yasit, den bereits eine längere Arbeitsbeziehung mit Forsythe verbindet, trifft in »Epilogue« akrobatisches B-Boying auf lässige Ballettdekonstruktion. Ein Abend, der neue Perspektiven eröffnet.

Dauer: ca. 100 Min. (inkl. 20 Min. Pause)
Artist Talk

Choreografie: William Forsythe und Brigel Gjoka, Jill Johnson, Christopher Roman, Parvaneh Scharafali, Riley Watts, Rauf »RubberLegz« Yasit, Ander Zabala
Komposition/Musik: Morton Feldman, Nature Pieces from Piano No.1. From, First Recordings (1950s) – The Turfan Ensemble, Philipp Vandré © Mode (for Epilogue)
Komposition/Musik: Jean‐Philippe Rameau, Hippolyte et Aricie: Ritournelle, from Une Symphonie Imaginaire, Marc Minkowski & Les Musiciens du Louvre © 2005 Deutsche Grammophon GmbH, Berlin (for Seventeen/Twenty One)
Licht: Tanja Rühl and William Forsythe
Kostüm: Dorothee Merg and William Forsythe
Sounddesign: Niels Lanz

Eine Sadler’s Wells Produktion
Artistic Director and Chief Executive: Alistair Spalding CBE
Executive Producer: Suzanne Walker
Head of Producing & Touring: Bia Oliveira
Senior Producer: Ghislaine Granger
Producing & Touring Koordinator: Florent Trioux
Marketing Manager: Daniel King
Senior Press Manager: Caroline Ansdell
Garderobe: Miwa Mitsuhashi
Director of Technical Production: Adam Carrée
Touring Production Manager: Bob Bagley
Production Electrician/Relighter: Pete Maxey
Soundingeneur: Simon Lambert

Gewinner des »Fedora – Van Cleef & Arpels Prize for Ballet« 2018.

Premiere: 4. Oktober 2018, Sadler’s Wells, London

(KR)